blog busterSollte ich mit meiner Schreiberei jemals berühmt oder auch nur semi-berühmt werden, hoffe ich, dass mich das Schicksal vor dem Größenwahn und der geistigen Umnachtung bewahrt, einen Text wie den folgenden auf die erste Seite meiner Website zu stellen: Sind Sie schon im Besitz der neuesten Autogrammkarte von Petra Pups*? Nein? Dann aber schnell!!! Schicken Sie einfach einen adressierten und ausreichend frankierten Rückumschlag an folgende Adresse: Petra Pups* Stichwort: Autogramm 12345 Pupsdorf* und Sie erhalten eine von Petra Pups* original handsignierte Autogrammkarte. *Name geändert Wie selbstverliebt kann man sein? Nein, es handelt sich bei der Person, die diesen Text auf der Website stehen hat, keineswegs um einen großen Star, sondern um jemanden, der vor einiger Zeit mal etwas bekannter war. Was man genau an so einem Text wunderbar ablesen kann. Fände ich den Begriff "fremdschämen" nicht fast genauso beknackt wie erwähnten Autogramm-Anbiederungs-Website-Text, würde er hier ausnahmsweise mal passen. [ 3 Kommentare ] Ich schreibe gerade wie eine Irre, darum müssen die Blogbeiträge: – Wie ein Geldautomat mir Schwedisch bebrachte – Wie ich nur mit knapper Not einer prügelnden Badezimmertür entkam sowie – Die unglaubliche Reise des seekranken Zigarettenpäckchens Jörg noch warten. Ich nehme aber gerne bereits Wortmeldungen entgegen, welchem dieser drei Themen ich mich zuerst widmen soll. [ keine Kommentare ] Es gibt Punkte im Leben, da weiß man einfach, dass man eine Beziehung nicht weiterführen kann. Heute habe ich so einen erreicht. Dies ist ein Brief, den ich soeben verfasst habe: Kündigung Web.de-Club Sehr geehrte Damen und Herren, ich möchte hiermit meinen Journalisten-Club-Account kündigen. Ich habe mich geraume Zeit über Ihre Extra-Club-Angebote (etwa den "Smartdrive" oder den Virenschutz) geärgert, die nicht Macintosh-kompatibel bzw. bestenfalls bei einer Nutzung mit Mac sehr unkomfortabel sind (die auf den Smartdrive hochgeladenen Dokumente werden z.B. automatisch so formatiert, dass sie für den Mac nicht mehr problemlos lesbar sind, will ich sie wieder herunterladen.) Nicht einmal die so genannte „Design-Mail“ funktioniert, ich kann in Mails weder unterstreichen noch kursiv setzen, noch fetten. Das sollte eine Basis-Funktion sein. Es ist wenig zeitgemäß, ein Angebot für Journalisten einzurichten und sich über Jahre gegen die Tatsache zu sperren, dass sehr viele Journalisten und Redaktionen Apple-Computer benutzen. Auch sprachlich habe ich mich „diskriminiert“ gefühlt, da immer nur von „PC“ die Rede ist, wobei „PC“ bei Ihnen ausnahmslos für Windows-Rechner steht. Ich habe Sie vor einer Weile in einer freundlichen Mail gefragt, ob es zu erwarten steht dass sich hier einmal etwas ändert, das wurde ignoriert. Ich habe den Verdacht bekommen, dass Sie es lieber gehabt hätten, hätte ich die 14-Cent-pro-Minute-Hotline angerufen. Kann das sein? Und für den Fall, dass sich Ihr Angebot auch an Frauen richtet: Vielleicht könnten Sie Themenauswahl und –umsetzung auf Ihrer Startseite und in den „Magazinen“ einmal überdenken? Nicht nur ich, auch Freundinnen von mir – nein, keine „Emanzen“ oder „Frustrierte“ (auch wenn Sie jetzt möglicherweise was anderes denken) – haben nur ein Urteil, wenn es um die web.de-Startseite geht: geht gar nicht. Falls Sie nähere Ausführungen darüber haben möchten, warum mir Verona Pooth (nur so als Beispiel) im Bunny-, Burlesque- oder Nikolaus-Kostüm am A. vorbei geht oder es mich nicht wirklich interessiert, welche DSDS-Kandidatin nun gerade in einem Porno mitgespielt oder "blank gezogen" hat: einfach fragen! Ohne Ihre Extra-Email-Adressen kann ich leben. Ohne Ihre viele Werbung für ihre „Partner“ auch. Das Web-Fax war praktisch und ich habe die SMS-Funktion geschätzt – das ist sehr schade, aber dafür werde ich einen Ersatz finden. Mit freundlichen Grüßen, Frau B. [ keine Kommentare ] 2009 hat, so denken viele, so in seinem Job als Jahr gesehen, sein Potenzial nicht 100% ausgeschöpft. Es gab in der Tat einige Dinge, die verbesserungswürdig gewesen wären – Finanzkrise, wackliger Mars-Einfluss, schwach gesalzene Pommes und mal wieder viel zu wenig Lametta sind da nur einige zu nennende Punkte. Und es gab auch wirklich sehr traurige Ereignisse, auf die sicher nicht nur ich gern verzichtet hätte. Diese allerdings dem Jahr als solchem anzulasten, weil es zufällig zugegen war, wäre ja nun irgendwie auch unfair. Wie hörte ich doch erst kürzlich? "Eine temporäre Parallele ist ja noch kein kausaler Zusammenhang." (Christian Ulmen als "Dr. Psycho") Positiv gesehen könnte man allerdings sagen, dass es 2009 trotz widrigster Umstände stets geschafft hat, durchzuhalten. Und das Jahr hat sogar z.B. in puncto Sommerwetter eine spürbare Verbesserung gegenüber dem Vorjahr geschafft, was man an meinem in ungeahnte Höhen geschnellten Verbrauch von Sonnencreme zwischen April und September ablesen konnte. Es war deutlich ein guter Wille und Fleiß zu erkennen, weshalb 2009 schließlich doch die ersehnte Beförderung bekommen hat und sich jetzt 2010 nennen darf. An dieser Stelle meinen allerherzlichsten Glückwunsch! Meine persönlichen Highlights des Jahres waren (unter anderem) die "Wiedervereinigung" mit Susanne und Sigrid, zwölf Jahre nach unserem "ersten Mal" (womit gemeint ist: das erste Mal in New York, eine Reise-Geschichte für die "Allegra". Vielleicht schaffe ich es ja dieses Jahr, mal ein paar würdige neue und alte Texte hier hochzuladen). Es gab auch 2009 wunderbare und aufregende Reisen, die mich z.B. nach Barcelona und Madrid, London und Manchester, Göteborg, Stockholm, Zürich, Bad Ragaz, Lahr, Bolkow, Utrecht, Köln, Osterholz-Scharmbeck, Hamburg und Berlin geführt haben. Ich habe mit tollen Menschen spannende Aufträge bearbeiten dürfen und trotz Gekrisel war 2009 für mich ein beruflich und persönlich erfolgreiches Jahr. Und, ganz ganz wichtig, ohne meine großartigen Freunde und meine Familie, die mich mit Rat, Tat, zuweilen Obdach und geduldigen Ohren unterstützt haben, hätte ich 2009, das (wie einige wissen) auch einige weniger erfreuliche Ereignisse für mich bereit gehalten hat, nur halb so gut durchschifft. Ganz besonders dankbar bin ich Nora, Tobi, Steffi, Kirsten und Skotty, Geli und Martin, Julia, Katja, Sonja, Rascal und Caroline. Ihr seid super! Danke für Eure Sofas/Matratzen/Gästebetten, Milchkaffees, Eure Zeit, Glühweinpartys, Möhrenschnitzel, Ananasen, Dominosteine, Wärmflaschen, Eure Großzügigkeit sowie für Eure Ohren und vor allem für Eure Engelsgeduld und Euer Verständnis.* Außerdem habe ich 2009 per "Zufall" (den es bekanntlich nicht gibt) einige großartige neue Leute kennenlernen bzw. einige andere endlich besser kennen lernen dürfen. Dazu gehören Uta und Daniel, Maisa und Maria, Stefan und Maria und Maja, Helen und Niclas, Jenny, Ville, Tanja, Sandra, Lars, Kati, Helena, Dieter und Bernhard...* Mit anderen Worten: 2009 hat den Boden beackert, gepflügt und gedüngt, so dass 2010 eigentlich gar nicht anders kann als in aller Pracht zu sprießen, zu gedeihen und in einer nie gekannten Farbenpracht gute Laune für alle zu verbreiten. Ich freue mich schon auf aufregende Reisen mit (und zu) ganz speziellen Menschen, spannende und erfolgreiche Projekte, jede Menge Kuchen, tolle Jogging-Läufe, großartige Gespräche, Rotwein, ein florierendes Business, Asta und Ida, den Strand in Ä ngelholm – und noch auf ein paar andere Sachen, deren Umsetzung ich 2010 durchaus zutraue. Yes, you can! Ich zähl auf Dich! In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Euch allen nur das Allerbeste fürs Neue Jahr! *Ich bitte nicht genannte Freunde von Beschwerden abzusehen. Die Liste ist, das betone ich hiermit ausdrücklich, nicht vollständig und beruht auf den genannten Schwerpunkten als Auswahlkriterien. [ 1 Kommentar ] |

